Shrek verabschiedet sich in 3D

Die Produktionsfirma Dreamworks setzt der Shrek-Reihe ein unerwartetes, furioses Ende und bringt den Oger und seine Freunde in „Für immer Shrek“ zum 30. Juni 2010 als 3D-Animation in die deutschen Kinos. Die bisherigen Pläne in den nächsten Jahren einen fünften Teil zu produzieren wurden bereits vorzeitig gestrichen was diese vierte Episode somit zur vorerst letzten macht. Die Idee zu den bisherigen Shrekfilmen „Shrek“,“Shrek2-Der tollkühne Held kehrt zurück“ und „Shrek der Dritte“ entstammt einem Kinderbuch des Cartoonzeichners und Kinderbuchautors William Steig, der die Geschichte im Jahre 1990 unter dem Namen „Shrek!“ veröffentlichte, wobei das Wort aus dem Jiddischen entliehen auch im Deutschen die gleiche Bedeutung trägt. Die Figur des giftgrünen Ogers entspringt hingegen den klassischen französischen Märchen, in denen die Menschenfresser für gewöhnlich diese sonst oft unsympathische Gestalt annehmen.

Das einzigartige Charakteristikum der Shrek-Filme ist neben den eigenwilligen Figuren der ausgesprochen feinsinnige Humor, der nicht nur vereinzelt auf den erwachsenen Zuschauer ausgerichtet ist. Er basiert auf den zahlreichen Parodien weltweit bekannter Märchen, Filme und Disneyadaptionen, wie Schneewittchen und die sieben Zwerge, Robin Hood, Dornröschen, Pinocchio und in diesem Teil zum Beispiel Rumpelstilzchen.

Empfehlenswert ist auch bei diesem letzten Streifen die amerikanische Originalversion, die ich jedem der sie sich anschauen kann aufgrund der erstklassigen Sprecher wärmstens ans Herz legen kann. Mike Myers verkörpert erneut den Shrek, Eric Idle von Monty Python spricht den Zauberer Merlin, Eddie Murphy den Esel, Cameron Diaz die bezaubernde Prinzessin Fiona und selbst Talkmaster Larry King darf einer der hässlichen Stiefschwestern seine Stimme leihen. Die deutschen Synchronstimmen von Sascha Hehn (Shrek), Ester Schweins (Fiona) und Benno Fürmann (Kater) sind natürlich auch ein ausgesprochen guter Ersatz für die amerikanischen Originale und garantieren neben vielen anderen bekannten deutschen Stimmen eine ausgezeichnete akustische Umsetzung der animierten Abenteuer.

Als Freundin der eher düsteren Märchen erwärmt „Für immer Shrek“ ganz besonders mein Herz, da dieser letzte Teil dynamischer, dunkler und sehr anarchisch geprägt ist. Die bisherige gemäßigte bürgerliche Disneyhandlung geht in dem Chaos des neuen Streifens unter und ist deshalb ganz besonders den erwachsenen Kinobesuchern zu empfehlen.

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