Die Vergebung und die Abenteuer des Prinzen

Nirgendwo besser als in einem abgedunkelten Kinosaal kommen dunkle und düstere Filme besser zur Geltung, die Gänsehaut bleibt unter solch optimalen Bedingungen vorprogrammiert. Nachdem Stieg Larssons kriminalistische Trilogie schon beim Lesen ein wahrer Genuss für die abgedunkelte Seite der Phantasie war, sind die Filme eine Bestätigung der zuvor genossenen Schreckensmomente und belohnen alle Kinogänger für den Mut sich erneut anspruchsvoll und kritisch einer Literaturverfilmung zu stellen.

Wer Larssons unangepasste Charaktere, intelligente Dialoge und die hierzu passend untermalende schwedische Landschaft genießen möchte, sollte jedoch unbedingt folgendes beachten: Sollten sie sich zuvor nicht mit dem zweiten Band der Reihe beschäftigt haben, fehlen Ihnen leider wichtige Handlungsstränge und Hintergrundinformationen zu „Vergebung“, dem aktuellen Krimi-Highlight. Während der erste Teil der Literaturverfilmung namens „Veblendung“ auch sehr empfehlenswert jedoch für ein gutes Verständnis des jetzigen Kinofilms nicht von Nöten ist, verhält es sich mit „Verdammnis“ dem zweiten Teil der von der Presse als  „Millenium-Trilogie“ umjubelten Buchreihe anders. Zum Glück jedoch stehen beide Vorgänger  in sämtlichen guten Videotheken aber auch Buchläden der Republik für den Zuschauer bereit und eignen sich hervorragend für einen ausgesprochen fesselnden DVD- oder Leseabend zu Hause. Der zweite Teil lädt zudem sehr überzeugend  zum finalen Kinoabend ein und man kann sich anschließend seinem lauten Lockruf nur schwer entziehen.

Für einen Kinobesuch mit der ganzen Familie eignet sich in den kommenden Wochen die gerade gestartete mit Spannung erwartete Hollywood-Verfilmung „Prince of Persia – Der Sand der Zeit“ indes viel besser. Das actionreiche Abenteuer  basiert auf dem gleichnamigen Videospiel, dessen Ursprünge bis weit in die 80er Jahre zurückreichen und als klassischer Einstieg in die animierte Computerspiel-Welt unter Spielern und solchen die einst hinzugehörten allseits bekannt sind.

Dieser Sommer-Blockbuster wurde vom mehrfach ausgezeichneten Erfolgsproduzenten Jerry Bruckheimer erschaffen, dem wir bereits Filme wie „Fluch der Karibik 1-3“ und  „Pearl Harbour“ zu verdanken haben. In seine neuste Kreation hat Bruckmeimer  150 Millionen Dollar investiert, dies ist den gelungenen Bildern auch deutlich anzusehen, denn die imposant animierten Abenteuer des Prinzen Dustan lassen nichts zu Wünschen übrig. Da dieser Film auf einem der bekanntesten klassischen „Jump’n’Run“-Computerspiele basiert, sollte man sich als Zuschauer vorab auf den äußerst durchtrainierten Hauptdarsteller Jake Gyllenhall beim  klettern, springen, rennen und kämpfen im schnellen Szenenwechsel einstellen. Väter und Söhne werden sich bei der Filmauswahl an der Kinokasse in Hinblick auf eine solch geballte Action einig sein und auch Mütter lassen sich in Anbetracht des ausgezeichnet geformten Hauptdarstellers schnell überzeugen.

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