Enter The Survival Horror in 3D

Ein Horrorspektakel, ein musikalisch imposant untermaltes Ballerinferno und zudem eine Dauerwerbesendung für die wundervolle Milla Jovovich, dies alles ist "Resident Evil: Afterlife",  die 4. Realverfilmung der Resident Evil-Reihe, die bereits am 16. September 2010 in den deutschen Kinos gestartet ist. Gefilmt wurde unter der Regie von Milla Jovovichs Ehemann Paul W. S. Anderson mit dem von James Cameron für "Avatar" entwickelten Fusion Camera System, mit Zeitlupen- und Freezframe-Effekten, die in 3D-Format eine wirklich atemberaubende Wirkung entfalten – "Resident Evil: Afterlife" ist ein von Resident Evil-Fans gefeiertes, äußerst schlichtes Horrorspektakel und zudem der Auftakt einer neuen Resident Evil-Trilogie. Resident Evil ist eine von Shinji Mikami erdachte Videospielreihe, die am 22. März 1996 unter dem Titel "Biohazard" auf dem japanischen Markt ... weiter lesen!

Fear and Loathing von London bis L.A.

Ich werde nun im Speziellen für alle meine tugendreichen, anständigen, streng religiösen sowie sittenstrengen Mitmenschen den Film "Männertrip" näher erläutern. Er behandelt thematisch alles was Kleinkinder, diplomierte Akademiker und in die Jahre gekommene Hausfrauen sowie unsere Großmütter nicht sehen sollten nämlich den Sex, Drugs & Rock'n'Roll- Alltag der internationalen Musikbranche, so wie wir ihn uns in unseren kühnsten Träumen nicht vorgestellt haben. Der Streifen huldigt eine sehr obszöne Sprachwahl, pubertäres Sexualverhalten sowie infantile zwischenmenschliche Zusammenstöße, unterhält also köstlich auf nahezu unterstem Niveau. Der charismatische Hauptdarsteller Russell Brand lässt es als Frontmann Aldous Snow der Rockband Infant Sorrow im Film von Anfang bis Ende so richtig krachen und die sehr analfixierte Bad Taste-Szenerie ist wirklich nichts für prüde Gesellen. Russell Brand ist ... weiter lesen!

Von Stallone und dem Rest der Entbehrlichen

Nach Wochen, Monaten sogar Jahren der durchgestylten und zurechtgezupften Vampir- und Werwolfjungen, blau animierter Urwaldwesen sowie anderer seichter Kinoerscheinungen vom Typ moderner Mann kommen jetzt die wahren, bösen und vernarbten Prügelknaben der 80ger und 90ger Jahre wieder auf die Leinwand. Sie marschieren unter Führung von Sylvester Stallone in "The Expendables" gruppendynamisch geballt auf, als sei dies nun der letzte geeignete Moment um Farbe zu bekennen, zu ihrer Männlichkeit zu stehen und ein wenig Testosteron zu versprühen, für alle Männer dieser Welt die noch an die unrasierte Brust, das blutige Steak und die Hantelbank glauben. Die Spezies Mann feiert ihren Ursprung in äußerst imposanter maskuliner Besetzung, denn an Stallones Seite gesellen sich "Crank"-Darsteller Jason Statham, Arnold Schwarzenegger, Bruce Willis, Jet ... weiter lesen!

Das Karate Kid trainiert jetzt Kung Fu

Für mich als Kind der 80er Jahre gehörte Karate Kid zu den ersten Filmen, die ich bewusst und mit Begeisterung wahrgenommen habe. Der Film erschien im Jahre 1984 und prägte die Sichtweise des westlichen Publikums auf bis dahin eher unbekannte fernöstliche Kampfkünste und deren Philosophien. Während im Originalfilm die Kampfsportart Karate als sportliche Grundlage für die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Zögling und Lehrmeister diente ist es in der modernen Neuauflage "Karate Kid" das Kung Fu welches als Sportart beim Zusammentreffen der Hauptfiguren „Dre Parker“ (Jaden Smith) und „Mr. Han“ (Jackie Chan) trainiert wird.  Der Film wurde in China auch unter dem Arbeitstitel "Kung Fu Kid" veröffentlicht, in anderen Teilen der Welt jedoch in "Karate Kid" umgetauft. Ursprünglich entstammt das Karate ... weiter lesen!

Das A-Team in B-Besetzung

Das A-Team gehörte in den 80er Jahren zu den erfolgreichsten Kultserien aus den USA, sie wurde von 1983 bis 1987 in fünf Staffeln produziert und basiert auf der gemeinsamen Geschichte von vier Vietnam-Veteranen die auf der Flucht vor der Militärpolizei benachteiligten, einfachen Mitmenschen helfen die sich im Kampf gegen Banditen in einer ausweglosen Situation befinden. Die Teammitglieder John Hannibal Smith, Templeton Face Peck, H. M. Murdock und B. A. Baracus sind in ihrem Wesen höchst eigenwillig und sehr unterschiedlich, sie verfügen über einen individuellen Witz und Charme, jeder auf seine spezielle Art und Weise, dies und die Tatsache dass das damalige Produzententeam Stephen J. Cannell und Frank Lupo zumindest in den ersten vier Staffeln weder am Episodenkonzept noch an ... weiter lesen!

Träumen in neuen Dimensionen

Das Wort "Inception" steht in seiner Bedeutung für einen Anfang, einen Beginn und eine Gründung. Der Titel für Christopher Nolans neusten Film ist genauso vielsagend gewählt wie sein neuer Streifen mehrschichtig ist. Der Hauptdarsteller  Leonardo DiCaprio, der in diesem Werk den Firmenspion Dom Cobb spielt, hatte im Vorfeld Schwierigkeiten seinen neuen Film in Worte zu fassen, denn das Projekt "Inception" war in seiner Umsetzung auch für die vielen mitwirkenden Schauspieler sehr komplex aufgebaut. Wie bei seinem indirekter Vorgänger "Memento" sollen die dargestellten Vorgänge verwirren und ängstigen, so dass der Regisseur in der Chronik der Handlungen manchmal der Reihenfolge trotzend von A nach B springt. In seiner visuellen Umsetzung und Perfektion steht der Neue in der Christopher Nolan-Reihe als ... weiter lesen!

Shrek verabschiedet sich in 3D

Die Produktionsfirma Dreamworks setzt der Shrek-Reihe ein unerwartetes, furioses Ende und bringt den Oger und seine Freunde in "Für immer Shrek" zum 30. Juni 2010 als 3D-Animation in die deutschen Kinos. Die bisherigen Pläne in den nächsten Jahren einen fünften Teil zu produzieren wurden bereits vorzeitig gestrichen was diese vierte Episode somit zur vorerst letzten macht. Die Idee zu den bisherigen Shrekfilmen "Shrek","Shrek2-Der tollkühne Held kehrt zurück" und "Shrek der Dritte" entstammt einem Kinderbuch des Cartoonzeichners und Kinderbuchautors William Steig, der die Geschichte im Jahre 1990 unter dem Namen "Shrek!" veröffentlichte, wobei das Wort aus dem Jiddischen entliehen auch im Deutschen die gleiche Bedeutung trägt. Die Figur des giftgrünen Ogers entspringt hingegen den klassischen französischen Märchen, in denen die ... weiter lesen!

Von einer starken Frau die spurlos verschwand

Der Film "Amelia", der am 17. Juni 2010 in den deutschen Kinos startet, zeigt auf einer wahren Begebenheit beruhend den Lebensweg von Amelia Earhart, einer Luftfahrt-Pionierin die Anfang des 20. Jahrhunderts für das Ansehen der Frau in der amerikanischen Gesellschaft kämpfte indem sie stets neue Grenzen überwand. Geboren wurde Amelia Earhardt am 24. Juli 1897 in Atchinson, Kansas und ihr internationaler Durchbruch als junge Pilotin gelang Amelia indem sie im Jahre 1928 als erster weiblicher Flugpassagier den Atlantik überquerte. Und obwohl es ihr auf diesem Flug versagt geblieben war das Flugzeug zu steuern wurde sie anschließend aufgrund dieser außerordentlichen Leistung zur Frau des Jahres gewählt und nutzte das öffentliche Interesse an ihrer Person um sich für eine emanzipierte Rolle der ... weiter lesen!

Reingezapped: Kinokolumne mit Thomas Gottschalk

Als ich die Tage mal abends noch etwas unschlüssig durch die Fernsehkanäle gezapped habe, bin ich doch glatt bei Tele 5 hängen geblieben. Eigentlich ist das ja überhaupt nicht mein Sender. Was mich trotzdem fasziniert hat? Dort plauderte in gewohnt eloquenter Manier Thomas Gottschalk über den Film When in Rome - Fünf Männer sind vier zuviel. Mal ganz abgesehen vom Inhalt dieser Kritik konnte man im Vergleich mehr Ausschnitte sehen als dies in normalen Kinosendungen der Fall ist. Das wollte ich dann aber mal genauer wissen. Die Website des Senders hat mir verraten, dass die wöchentliche Sendung am Mittwochabend "Gottschalks Filmkolumne - ich liebe Kino" heißt. Diesen Begriff in Google eingegeben findet man schnell heraus, dass es zurückliegende Folgen bei ... weiter lesen!

Das Monster der Moderne

Der Kanadier Vincenzo Natali seines Zeichens Autor und Regisseur hat ein neues Monster erschaffen, genau genommen hat er seine Filmografie nun durch ein neues krankes Schreckensschauspiel namens "Splice" erweitert. Indem er auf alt bekannte Ängste der menschlichen Rasse zurückgreift um sich einem umstrittenen, politischen und in erster Linie ethnischen Thema zu widmen, schafft er einen moralisch untersetzten, verhältnismäßig klassischen Gruselfilm. Sein neues Werk beruht auf dem im Jahre 1818 veröffentlichten Roman "Frankenstein" verfasst von Mary Shelley und tritt nun als Science-Fiction-Horror-Szenario dessen zeitgemäßes Erbe an. Natali übersetzt die alte Geschichte des Dr. Frankenstein und dessen aus dem Nichts erschaffenen furchteinflößenden Monster ins moderne Zeitalter, schmückt sie visuell mittels neuer Rahmenbedingungen und ausgezeichneter Schauspieler, nämlich Adrien Brody und Sarah Polley, ... weiter lesen!

Shoppen mit Carrie und den Mädels

Kaum ein Film scheidet die Geister derzeit so sehr wie Sex and the City 2. Was für die einen ein Megaspaß ist für die anderen Religion. Was für die einen gute Unterhaltung, grenzt für die anderen bereits an eine Dauerwerbesendung. Dennoch gibt es kaum mehr ein Magazin, das um den neuen Film über die vier New Yorker Frauen herumkommt. So hat die Gala dem Thema sogar eine Sonderausgabe gewidmet. Über was haben wir nicht schon im Vorfeld diskutiert - kann es eigentlich sein, dass Carrie so einfach die Computer-Marke wechselt? Und ist man nicht per Klischee auf die eine Marke festgelegt, wenn man als hippe Redakteurin seine Brötchen verdient? Aber Product Placement macht heutzutage so gut wie alles möglich. Interessant auch ... weiter lesen!

Prince of Persia: Vom Spiel zum Film und in den Lego-Store

Ursprünglich hat Prince of Persia 1989 einmal als Jump and Run Spiel begonnen. Und was Lara Croft erfolgreich vorgemacht hat, funktioniert auch mit diesem Game - allein die Umgebung, die ein wenig nach 1001 Nacht aussieht, eigent sich natürlich für die große Kinoleinwand. Dann noch ein wenig Liebesgeschichte drum rum, ein bißchen Special Effects und schon scheint der Kassenmagnet gesichert. Bei genauem Hinsehen funktioniert der Film dennoch fast wie das Spiel: erfolgt keinem üblichen Kinofilm-Aufbau mit einem einzigen Höhepunkt, sondern hat vielmehr ein treppenartiges Szenario. So als ob man durch die verschiedenen Level geführt wird, kommt auch der Film daher. Zum Ende jeder "Spielstufe" gibt es einen wilden Kampf,  bevor sich die Helden dann in eine neue äußere Umgebung ... weiter lesen!